Die Apator-Gruppe mit einer innovativen IT-Lösung für den Cluster in Słupsk
Das Ziel der Gründung des Bioenergie-Clusters Słupsk, dessen Initiator die Wasserversorgungsgesellschaft Wodociągi Słupsk ist, war die Schaffung und Entwicklung eines lokalen Energiemarktes. Die Lösung zielt darauf ab, die optimale Nutzung lokaler erneuerbarer Energien und den Energieausgleich über alle Versorgungsbereiche hinweg – Strom, Wärme und Gas – zu ermöglichen.
Dies wird durch den Ausbau der Infrastruktur und die Implementierung eines modernen IT-Systems ermöglicht, das Daten aus verschiedenen Quellen an einem Ort und in einem Tool sammelt und überwacht, um die Energie sicher zu verwalten und grüne Lösungen für den lokalen Markt anzubieten.
Empfänger der Clusterlösung ist vor allem die lokale Bevölkerung, zu den Projektteilnehmern zählen Strom- und Wärmeerzeuger aus erneuerbaren Energiequellen, konventionellen Quellen und Energieverbraucher, darunter der Wasserpark „Trzy Fale“ in Słupsk sowie die Apator-Gruppe als Anbieter der innovativen IT-Lösung.
Konzept
für den Bioenergie-Cluster Słupsk
Das entwickelte Konzept sieht die Erzeugung von Strom und Wärme durch Erneuerbare Energiequellen vor: Biogasanlagen, Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen. Die Verbrennung von Biogas, das aus Klärschlamm gewonnen wird, ist dank der installierten Blockheizkraftwerke möglich. Im gesamten Prozess wird der Großteil des ökologisch erzeugten Stroms ins Stromnetz eingespeist oder verkauft, während die Wärme für lokale Heizzwecke genutzt wird, u. a. zur Warmwasserbereitung in den Anlagen des örtlichen Wasserparks. Gemäß den Cluster-Grundsätzen befassen sich die auf dieser Grundlage tätigen lokalen Akteure mit der Erzeugung, dem Verbrauch, der Speicherung und dem Verkauf von Strom, Wärme und Brennstoffen.
Entscheidend für den gesamten Prozess ist die Erfassung von Messdaten für alle Medien, um die Prozesse der Energieerzeugung, -speicherung, -nutzung und -verteilung angemessen, bewusst und rationell steuern zu können.
Das derzeit im Słupsk-Cluster implementierte System ermöglicht die vollständige Kontrolle über die folgenden Prozesse:
- Netzüberwachung – laufende Überwachung des Betriebszustands der Anlagen, des Betriebs des Wärme- und Stromverteilungsnetzes sowie der Netzanschlusspunkte;
- Erfassung telemetrischer Daten – Überwachung des aktuellen Zustands der Geräte zur Überwachung des Wärme- und Stromverteilungsnetzes, Darstellung der Netzzustandsparameter einschließlich grafischer Darstellung der Parameter;
- Erfassung von Messdaten – Erfassung aller Messdaten, die für die Bilanzierung, Berichterstattung, Alarmierung und Abrechnung oder Schätzung der Wärme- oder Stromerzeugung sowie für die Verteilung/Lieferung/Versorgung erforderlich sind;
- Betrieb – Fehlermanagement, Einsatzplanung für die Teams im Wärme- und Stromverteilungsnetz, Meldung von Störungs- und geplanten Ereignissen, Vorbereitung des Einsatzortes, Überwachung der Arbeitszeit und des Umfangs der ausgeführten Arbeiten;
- Verwaltung – Berichterstattung und Analyse von Ereignissen, die das ordnungsgemäße Funktionieren des Netzwerks beeinträchtigen. Die Berichterstattung erfolgt in Echtzeit und auf Abruf, was einen ganzheitlichen Überblick über die Funktionsweise der Geschäftsprozesse der Stromerzeugung und -verteilung ermöglicht.
Entwickelte Lösung für den lokalen Markt
Die in Zusammenarbeit zwischen den Wasserversorgungswerken von Słupsk und der Apator-Gruppe entwickelte Lösung ist die erste Software dieser Art für den lokalen Markt. Sie spiegelt den Trend der Energiewende wider, d. h. die Abkehr von der traditionellen, groß angelegten Energieversorgung hin zur Schaffung eines Produkts, das den lokalen Betrieb unterstützt und die Nutzung eigener ökologischer Ressourcen für die Energieerzeugung und den Energieverbrauch ermöglicht.
Der Słupsk-Cluster ist ein Projekt, das in erster Linie darauf abzielt, die Energiekosten für den Endverbraucher zu senken, die Energiesicherheit zu erhöhen, die Situation der lokalen Wärmeversorgung zu verbessern sowie bessere Bedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen, die Emissionen der lokalen Wirtschaft und der Kommunen zu reduzieren und vor allem die Erreichung der energetischen Selbstversorgung zu ermöglichen, was angesichts steigender Energiepreise zu einer entscheidenden Herausforderung wird.