Die digitale Transformation der Wasserwirtschaft in der Gemeinde Zabierzów
Das intelligente Wasserversorgungsnetz als Grundlage für die Wasserversorgung der Zukunft.
Das Kommunalunternehmen in Zabierzów ist für die Verwaltung eines ausgedehnten und vielfältigen Wasserversorgungsnetzes zuständig, das das gesamte Gemeindegebiet abdeckt. Die Geländebeschaffenheit, die verstreute Bebauung sowie zahlreiche Anhöhen und Täler machen die effektive Überwachung des Wasserverbrauchs und die Instandhaltung der Infrastruktur zu einer großen organisatorischen und technischen Herausforderung.
PUK Zabierzów betreut über 13.000 Wasserzähler und hat sich daher für die Einführung eines modernen Fernablesesystems entschieden, das nicht nur die automatische Erfassung von Messdaten ermöglicht, sondern auch eine effektive Verwaltung des gesamten Wasserversorgungsnetzes in Echtzeit.
Herausforderungen für Wasserversorgungsunternehmen
- Ersatz herkömmlicher Wasserzähler durch moderne Ultraschall-Lösungen.
- Herkömmliche Ablesungen, die in regelmäßigen Abständen von Ablesern durchgeführt wurden und keinen zeitnahen Zugriff auf Daten zum Netzbetrieb ermöglichten.
- Das Fehlen aktueller Informationen erschwerte die schnelle Erkennung von Leckagen, Störungen und unkontrollierten Wasserverlusten. Bei einer weitläufigen Wasserversorgungsinfrastruktur war die Einführung einer Lösung erforderlich, die eine kontinuierliche Überwachung und Analyse der Daten aus dem gesamten Netz ermöglicht.
Lösung
Im Rahmen des Projekts wurden die bisherigen mechanischen Wasserzähler umfassend durch moderne Ultraschall-Wasserzähler vom Typ Ultrimis NEO ersetzt, die mit integrierten Kommunikationsmodulen ausgestattet sind.
Die Geräte nutzen die Technologie der statischen Durchflussmessung, wodurch sie keine verschleißanfälligen beweglichen Teile aufweisen. Sie gewährleisten eine hohe Messgenauigkeit über die gesamte Lebensdauer hinweg, unabhängig von der Art der Montage.
Ein weiterer entscheidender Aspekt der Umsetzung war die Inbetriebnahme eines stationären Fernablesungsnetzes. Die Daten der Wasserzähler werden automatisch von im Gemeindegebiet verteilten Konzentratoren erfasst und anschließend an das zentrale Analysesystem SPIDAP weitergeleitet.
Die Lösung ermöglicht es, von jedem Messpunkt aus sogar stündlich Messwerte zu erfassen, wodurch ein umfassendes Zentrum zur Überwachung und Analyse des Betriebs des Wasserversorgungsnetzes entsteht, das rund um die Uhr in Betrieb ist.
Ergebnisse und Vorteile
Die Einführung des modernen Systems brachte sowohl für das Wasserversorgungsunternehmen als auch für die Einwohner der Gemeinde messbare Vorteile.
- Ständiger Zugriff auf Daten – Anstelle von wenigen Ablesungen pro Jahr erhält der Betreiber mehrmals täglich aktuelle Informationen zum Wasserverbrauch, was eine laufende Überwachung des gesamten Netzbetriebs ermöglicht.
- Schnellere Erkennung von Störungen und Leckagen – Dank detaillierter Daten und fortschrittlicher Analysen ist es möglich, Unregelmäßigkeiten wie Leckagen, Rohrbrüche oder ungewöhnliche Verbrauchsmuster sofort zu identifizieren.
- Reduzierung von Wasserverlusten – Durch den Abgleich der Wasserzählerdaten mit der in das Netz eingespeisten Wassermenge lassen sich Verluste effektiv erkennen und Korrekturmaßnahmen in Echtzeit ergreifen.
- Mehr Komfort für die Anwohner – Durch die automatische Ablesung entfallen die Besuche der Ableser und das Risiko von Fehlern, die bei der manuellen Erfassung der Zählerstände entstehen können.
- Mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit – Integrierte Kommunikationsmodule erhöhen die Widerstandsfähigkeit des Systems gegen Eingriffe von außen, und die Ultraschalltechnologie garantiert über viele Jahre hinweg stabile und präzise Messungen.
Grundlage für eine intelligente Wasserwirtschaft
Das System hat sich zu einem fortschrittlichen Werkzeug entwickelt, das die Verwaltung der Wasserversorgungsinfrastruktur, die Investitionsplanung und die Optimierung der Betriebskosten unterstützt. Die implementierte Lösung ermöglicht es, den Anteil an NRW (Non-Revenue Water) effektiv zu reduzieren, also des Wassers, das produziert und in das Netz eingespeist wird, aber keine Einnahmen generiert. Dank kontinuierlicher Überwachung, stündlicher Ablesungen und fortschrittlicher Datenanalyse ist es möglich, Leckagen, Störungen und Messabweichungen schnell zu erkennen, was sowohl die tatsächlichen als auch die scheinbaren Wasserverluste erheblich reduziert. Dadurch steigert das Unternehmen die Effizienz des Netzmanagements, senkt die Betriebskosten und schützt wertvolle Wasserressourcen besser.
Durch die Umsetzung hat die Gemeinde Zabierzów ein modernes Modell für die Verwaltung des Wasserversorgungsnetzes geschaffen, das als Vorbild für andere Kommunen und Wasserversorgungsunternehmen in Polen dienen kann. Dies ist ein Beispiel dafür, wie der Einsatz von IoT-Technologie, Fernablesung und Datenanalyse zu konkreten Einsparungen, höherer betrieblicher Effizienz und einer besseren Qualität der Dienstleistungen für die Einwohner führt.
Sehen Sie sich die Umsetzung in der Praxis an
Das Projekt zur Einführung eines intelligenten Wasserversorgungsnetzes in der Gemeinde Zabierzów wurde auch in einem Video vorgestellt. Der Film zeigt den Verlauf der Umsetzung, die eingesetzten Technologien sowie die Vorteile, die das moderne System zur Fernablesung und -überwachung dem Wasserversorgungsunternehmen und den Einwohnern bringt.